RSC Wolfratshausen e.V. – Radverein im Münchner Süden | Rückblick: Veronika Weiß belegt beim Andalucia Bike Race den 8.Patz
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Rückblick: Veronika Weiß belegt beim Andalucia Bike Race den 8.Patz

4Peaks (6)

Ein Bericht von Vroni über ihr tolles Etappenrennen, dem  Andalucia Bike Race, bei dem sie mit ihrer Partnerin Fabienne Schaus den hervorragenden 8. Platz mit einer Zeit von 27:52:31 Stunden belegte. GRATULATION!

Persönlicher Bericht: Alles begann mit einer fixen Idee nach der 4Peaks vergangenes Jahr. Ich fragte Fabienne, die ich nur namentlich als HesseKafka-Athletin kannte, ob sie auf das Andalucía Bike Race Lust hätte. Und so nahm alles seinen Lauf.
Viele CX Rennen im Herbst, das HesseKafka Trainingslager auf Mallorca und gutes Training zu Hause stimmten mich positiv, dank Daniela von Freiwasser war ich mental sehr gut vorbereitet und ich freute mich auf das Rennen. Bis genau 2 Wochen vor dem Start. Auf dem Heimweg nach harten Intervallen wurde ich von einem Schäferhund in den Oberschenkel gebissen. Zusammengefasst: 2,5 cm tiefer Biss, hartes Antibiotikum, 10 Tage Trainingsstopp und unzählige Stunden im Krankenhaus und bei Ärzten. Leider ging es Fabienne auch nicht besser: Sie lag mit einer üblen Bronchitis komplett flach und nahm auch Antibiotika ein. Keine guten Voraussetzungen. Aber so schnell wollten wir nicht aufgeben. Wir fahren ins Land der Olivenbäume. Punkt.

Am Vortag des Rennens fuhren wir eine kleine Runde mit Naima, es ging uns beiden aber noch nicht sonderlich gut. Fabienne fühlte sich noch immer krank und ich hatte sehr mit den Nebenwirkungen des Antibiotikums zu kämpfen.

1. Etappe Prolog: Fabienne ging es erstaunlich gut und wir konnten auf den ersten welligen Kilometern Tempo machen und kamen gut in Tritt. Bis zu einem kleinen Flachstück im Anstieg, als wir einen verhängnisvollen Platten hatten. Nur durch die Hilfe zweier Franzosen und nach über 30 min (!) Reparaturzeit konnten wir überhaupt die Etappe beenden. Ich war unglaublich enttäuscht, denn damit war das GC schon am ersten Tag gelaufen.

2. und Königsetappe: Schon am Morgen fühlte ich mich gar nicht gut. Leider besserte sich das auch im Rennen nicht, der brutal hektische und gefährliche Start und das Profil mit den vielen steilen Rampen taten ihr übriges. Ich schwitze maßlos, mir war übel und ich brachte keinerlei Druck aufs Pedal. Das ging sogar soweit, dass ich überlegte, aus dem Rennen auszusteigen. Daniela hatte mir im Coaching für eben solche Situationen viele mentale Techniken gezeigt, die ich jetzt anwenden konnte. Nur durch diese und Fabiennes viele positiven Worte konnte ich doch noch bis ins Ziel fahren.

3. Etappe und Transfer nach Cordoba: Die ersten 15 Kilometer waren unglaublich hart und schnell, ich kam aber ganz gut mit und fand auf den längeren Anstiegen einen guten Rhythmus. Gottseidank hatte ich mich über Nacht gut erholt und konnte mich wieder halbwegs normal belasten. Es war eine traumhafte Etappe, die so viel Fahrspaß brachte. Auf den letzten Metern fuhren wir an einem der scharfkantigen Steinen wieder einen Platten, der diesmal aber binnen 2 Minuten problemlos behoben war. Mit einem guten Gefühl kamen wir ins Ziel.

4. und längste Etappe: Die Startphase durch die Stadt war Stress pur. Wir gingen kein Risiko ein und waren dadurch etwas weiter hinten im Feld. In der ersten Rennhälfte arbeiteten wir uns wieder langsam nach vorne. Bis Fabienne nur noch immer lockerer im Pedal war. Sie hatte eine Cleat Schraube verloren. Wir hielten immer wieder an, um die verbleibende Schraube recht vergeblich wieder anzuziehen. Sämtliche Frauenteams überholten uns wieder. In der Techzone gab es leider auch keinen Ersatz. Als Fabienne mal wieder auf einem zu steilen Trail bergauf einfach seitlich ins Oliven-Gestrüpp fiel, weil sie nicht ausklicken konnte, hielt ein netter Spanier an und fummelte etwas aus seiner Satteltasche raus. Eine Cleatschraube! Unsere Erleichterung war unbeschreiblich. Am Abend wurden erstmal sämtliche Schrauben mit Loctite neu angezogen.

5. Etappe: Wir erwischten einen guten Start durch die Stadt, fanden von Anfang an unseren Rhythmus und konnten uns gut fokussieren. Fabienne unterstütze mich, wo sie konnte. Selbst mein ungeplanter Bodenkontakt auf einem extrem glitschigen Trail konnte nichts daran ändern. Alles lief rund an dem Tag und wir konnten endlich in die Top5 fahren.

6. und finale Etappe: Der Start war wieder sehr stressig, alle fuhren extrem riskant. Wir liesen uns bewusst etwas zurückfallen, wir wollten am letzten Tag kein Risiko mehr eingehen. Nachdem sich das Feld etwas entspannte, fand ich meinen Rhythmus. Ich kam bergauf wie bergab in einen wahren Flow und war unglaublich fokussiert. Wir flogen quasi Richtung Ziel und beendeten das Rennen mit einem breiten Grinsen.

Es war ein unglaublich tolles Gefühl, am letzten Tag über die Ziellinie zu fahren. Das Rennen ist mountainbiken pur und sehr anspruchsvoll. Und trotz aller Schwierigkeiten vor und während dem Rennen haben Fabienne und ich es gemeisam gemeistert. Noch kurz zuvor hatte ich aufgrund der Verletzung gezweifelt, überhaupt starten zu können. Aber mein ganzes Umfeld war so unglaublich positiv, machte mir so viel Mut und war immer zu Stelle: Clemens Hesse stand immer hinter uns, strahlte eine unglaubliche Ruhe und Sicherheit auf uns aus, verpflegte und organisierte uns perfekt. Daniela von Freiwasser bereitete uns mental perfekt auf diese Herausforderung vor und schaffte es, aus dem Hundebiss sogar noch etwas Positives zu ziehen. Meine Ärzte Grünewald & Auracher versorgten meine Wunde täglich und sogar Sonntags in der Praxis, sodass ich tatsächlich beschwerdefrei am Start stand. Naima war immer als Freundin da und meine Privatärztin, während sie mit Stefanie selbst ein tolles Rennen fuhr. Dank Jan Schlichenmaier waren unsere Bikes immer in perfektem Zustand. Torsten Walter war immer zu Stelle, wenn es irgendwo brannte. Und Fabienne war meine perfekte Partnerin, wir verstanden uns wortlos und sie unterstütze mich bedingungslos in jedem schweren Moment. Danke für dieses tolle Rennen mit dir!
Obwohl es nicht wie geplant lief, gehe ich mit einem positiven Gefühl aus dem Andalucía Bike Race. Nächstes Jahr wird die halboffenen Rechnung beglichen. Und der Hund kommt in die Wurst 😉

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